Die schönen Künste

Die schönen Künste - Galerie
»Life imitates art
far more than
art imitates life.«
(Oscar Wilde)

Himmelsmächte

Monica Argentina: Romy Schneider

Die hinreißende Schlussszene von Claude Sautets »César et Rosalie« zieht Hoffnung aus einem resignierten Fatalismus. Die Machtlosigkeit angesichts einer ausweglosen Lage eröffnet die Chance zu aussichtsreicher Kapitulation.

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Kathartischer Schrecken

Poster Cinematographe Lumière

Ein gemächlich einzockelnder Bummelzug passiert die, auf dem Bahnsteig stehende, Kamera in großzügigem Sicherheitsabstand, doch die Zuschauer hatten offenbar befürchtet, er könne sie überrollen. Das Entsetzen soll sich eine Weile gehalten, und die Gebrüder Lumière reich gemacht haben.

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Leben im Augenblick

Jenseits von Afrika (Setphoto)

Hoffentlich ganz weit jenseits von Afrika: »Das Leben im Hier und Jetzt.« – Spiel, Satz und Sieg! Welche Konsensgarantie, was für ein Abholer. – Doch Brigitte-Leserinnen aufgepasst: Im Augenblick zu vegetieren, ist das grauenhafte Los aller subhumanen Lebensformen.

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Kunst im Purgatorium

Antonio Vivaldi

Vivaldis »Vier Jahreszeiten« sind zum Trivial Pursuit schwerhöriger Konsumenten leichter Schonkost verkommen. Mit »Vivaldi Recomposed« löst Max Richter unseren Ohrenschmalz und saniert einen großen alten Meister.

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Heimkehr zum Ursprung

Nikolai Ge: Lew Tolstoi – Tretjakow-Galerie, Moskau

Alle schlechten Autoren sind einander ähnlich. Alle großen Schriftsteller sind grandios auf ihre eigene Weise. Der lange tiefe Atem großer Erzähler bläht unsere schlaffen Segel und bläst uns aus kurzatmigen Handlungen weit ins Ozeanische hinaus.

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Im Wirken begriffen

Mark Rothko: Untitled (Gray, Gray on Red) – (1968)

Der rigorosen Verlegenheits-Nomenklatur zeitgenössischer Kunst folgend, heißt es: wer zuerst kommt, malt zuerst unter coolem Namen. »Metaphysische Malerei« war belegt, blieb für Rothko also nur Abstrakter Expressionismus oder Farbfeldmalerei.

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