Somnambules

Claude Debussy um 1908 von Nadar

Schlafwandler mit großen Erwartungen waren die Zielgruppe impressionistischer Musik. Dass sie sich nur allzu bald in den Schützengräben wieder finden würden, war mit verbundenen Augen nicht zu vorauszusehen, doch eine Ahnung war zu hören. – Es kam etwas auf sie zu.

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Leben im Augenblick

Jenseits von Afrika (Setphoto)

Hoffentlich weit, ganz weit Jenseits von Afrika: »Das Leben im Hier und Jetzt.« Spiel, Satz und Sieg! Was für ein Abholer, was für ein Flachleger, welche Konsensgarantie. Auch die Mutti-Presse kann hier nicht mehr an sich halten: »Lebe den Moment!« – Doch Brigitte-Leserinnen aufgepasst: Im Augenblick zu vegetieren, ist das grauenhafte Los aller subhumanen Lebensformen.

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Kleines Glück

Bakterien und Viren, das Steinchen im Schuh, der Spleiß zwischen den Zähnen, es sind immer die kleinen Dinge, die uns das Leben vergällen. In den tiefsten aller Abgründe zieht uns freilich das so oft beschworene kleine Glück des Alltags.

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Die Folter endet nie

Folter

Ein starkes Argument gegen die Folter ist der Umstand, dass der Quäler den Gequälten in ein »Leben im Augenblick« zwingt. In der zeitlosen Unmittelbarkeit des zugefügten Schmerzes wird die »Emanzipation« des Gefolterten von all seinen (lebens-) geschichtlichen Perspektiven angestrebt.

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