Zurück zur Natur

»Guck’ mal Mami, freihändig!« – Künstliche Handicaps (Topfschlagen, Äpfelschnappen, Sackhüpfen ), es sich absurd schwer machen, sich mutwillig selbst behindern, gleichen aufs Erste und im Äußeren durchaus den überkünstelten Verrenkungen, ohne den Naturbegriff argumentieren zu wollen. Der natürliche Unterschied ist freilich zwischen Spiel und Spaß auf der einen, und nerdiger Verkniffenheit auf der anderen Seite zu suchen. – Zwischen Übermut und Kleinmut verläuft die Grenze!

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Gegenwart des Geistes

Eingeschliffen und naturalisiert durch Brauch und Übung, ist die Tugend (als secunda natura naturata) dem »unschuldig Tugendhaften« der undurchschaute »Blinde Fleck des gut Erzogenen.«

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Naturgesetzesverstoß

Die klammheimliche Freude, der herrischen Naturgesetzlichkeit eins ausgewischt zu sehen, übersieht mitunter, wer der dominanten Übermutter (big mother nature) den wunderbaren Dämpfer verpasste.◄

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Take five!

Filippino Lippi: Triumph des hl. Thomas von Aquin über die Ketzer – Fresko in der Carafa-Kapelle (1489–1491) in Santa Maria sopra Minerva, Rom

►ST I, Quaestio 2◄
▷Über Gott: Ob Gott sei.◁
Warum sind es ausgerechnet »fünf Wege«, auf denen uns Thomas Gottes Existenz beweisen und die Denknotwendigkeit dieser Annahme »anprobieren« will? Würde sich das stärkste und überzeugendste Argument nicht stichhaltiger ausnehmen, als ein Beweispotpurri zur Selbstbedienung? Der eigentümliche Beweisanspruch der »probatio« verweist auf eine überraschende Antwort.

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