Tiefgründig

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Tiefe Gründe sind schlechte Gründe, tiefere Gründe um so schlechtere, als sie – je tiefer, desto schlechter – von der tragenden Oberfläche der Selbstverständlichkeit so weit als möglich entfernt, Fuß zu fassen versuchen.

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Schön gesagt

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»Schön gesagt« gilt weniger, als »stimmt eigentlich.« Als ob es im Interessanten Letzteres ohne das Erstere gäbe. Wo etwas so oder anders sein kann, sind Behauptungen, dass etwas so und nicht anders sei, auf Begründungen angewiesen, die klingen und klingen lassen. Etwas hört sich überzeugend an. Dinge klingen plausibel. Es kann zu Übereinstimmungen kommen.◄

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Achtung, Pointe!

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Mit der Wahrheit und nichts als der Wahrheit ins Haus zu fallen, geht bisweilen mit ausgeprägtem Selbstbehauptungstrieb einher. Rücksichtsvoller Weise – »jetzt haltet euch fest« – wird hier gern vor genialen Pointen gewarnt.◄

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Mut zur Lücke

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Aphorismen stehen zu Recht unter Verdacht. Sie fordern zu nickender Mitwisserschaft heraus. Alle fühlen sich (ein-)gesammelt und hinter enthymematischer Geste gerät jede Ungenauigkeit zu hintergründigem Raunen. Ein Geheimbund entsteht. Die Ellipse wird zum Erkennungszeichen. Esoterisch wird der »Mut zur Lücke« gelobt.◄

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Opus Dei

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Vor allem eine metaphysische Figur führt ins finsterste Herz des Katholizismus: Me, myself and I. – Ein Opus Dei, wie es heißt. Ein trinitarisches sogar.◄

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Gleichgeladene Teilchen

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Zustimmung, Akklamation, Schulterklopfen – Wohlfeile Zuckerwatte, hartnäckige Adhesive, die Gemeinschaft und Zusammenhalt versprechen. – Die gleiche Ladung kleinster Teilchen wirkt den Klebrigkeiten zuverlässig entgegen.◄

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