Leben im Augenblick

Jenseits von Afrika (Setphoto)

Hoffentlich weit, ganz weit Jenseits von Afrika: »Das Leben im Hier und Jetzt.« Spiel, Satz und Sieg! Was für ein Abholer, was für ein Flachleger, welche Konsensgarantie. Auch die Mutti-Presse kann hier nicht mehr an sich halten: »Lebe den Moment!« – Doch Brigitte-Leserinnen aufgepasst: Im Augenblick zu vegetieren, ist das grauenhafte Los aller subhumanen Lebensformen.

Lesen

Kleines Glück

Bakterien und Viren, das Steinchen im Schuh, der Spleiß zwischen den Zähnen, es sind immer die kleinen Dinge, die uns das Leben vergällen. In den tiefsten aller Abgründe zieht uns freilich das so oft beschworene kleine Glück des Alltags.

Lesen

Solitudo

Mit der Einsamkeit kann man – zur Not, oder zur Erleuchtung – leben; in ihr leben kann man nicht. Mandela auf Robben Island, Edmond Dantès (der spätere Graf von Monte Christo) im Château d’If, der hl. Hieronymus in seinem Gehäus’ wahrten Distanz zu sich selbst, indem sie sich aus in ihren Eremitagen heraus zu denken wussten. Sie verstanden es, sich geistig vom Zuhause ihrer Klausen fernzuhalten. Dem sesshaft gewordenen Eremiten droht Schlimmeres als Tod und Solipsismus: er läuft Gefahr, sich in Selbstfindung zu verlieren.◄

Lesen

Rosebud

Tarzan und Jane

Irgendwo im Urlaub, zum ersten Mal verliebt. Jane ist britisch, blass und blond, aber irgendwie gut. Ich, Tarzan, tauche. Jane wirft den silbernen Aschenbecher direkt unter den Sprungturm. Immer und immer wieder trudelt er funkelnd hinunter an die tiefste Stelle. Der gulligroße Abfluss saugt an mir. Über mir schlagen Wasserbomben ein.

Lesen