Tiefgründig

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Tiefe Gründe sind schlechte Gründe, tiefere Gründe um so schlechtere, als sie – je tiefer, desto schlechter – von der tragenden Oberfläche der Selbstverständlichkeit so weit als möglich entfernt, Fuß zu fassen versuchen.

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Kontrollwahn

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Im Spannenden (der Kontingenz) ein Mehr an Kontrolle haben zu wollen, muss nicht immer gleich faschistisch rüberkommen. In der Regel ist es einfach nur ein bisschen weltfremd und verklemmt.

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Zwanglosigkeit

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Die argumentative Zwanglosigkeit des »alles kann, nichts muss« mit Beliebigkeit zu verwechseln, gleicht dem Kopfschütteln ballernder Schrotschützen beim Anblick des Zielenden. – Der legt es darauf an, und drückt ein Auge dabei zu.◄

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Schön gesagt

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»Schön gesagt« gilt weniger, als »stimmt eigentlich.« Als ob es im Interessanten Letzteres ohne das Erstere gäbe. Wo etwas so oder anders sein kann, sind Behauptungen, dass etwas so und nicht anders sei, auf Begründungen angewiesen, die klingen und klingen lassen. Etwas hört sich überzeugend an. Dinge klingen plausibel. Es kann zu Übereinstimmungen kommen.◄

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Mysterialrat

Ludwig Wittgenstein

Ein schwer erziehbarer Problemfall aus schwerreichem k.u.k.- Großbürgerprekariat strandet in Cambridge und macht sich schnell speziell. Als ob der Ruderclub keine eigenen Sorgen hätte, bringt er pragmatischen Angelsachsen Scheinprobleme bei. Und wer musste die Analytische Philosophie ausbaden? Küss’ die Hand und besten Dank auch, werter Herr Mysterialrat!◄

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Wilde Zivilehe

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Bis in die Sechziger erschien uns Katholen die Zivilehe verwerflicher als Konkubinat und »wilde Ehe«. – (Ein köstlicher Beleg für das »Verbrechen der Ziviltrauung« in Hochwürden Don Camillo) – Unter diesem Gesichtspunkt kann ich die ganze Aufregung um die sogenannte »Homo-Ehe« nicht nachvollziehen.

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