Theophilie

Theophilie - Monstranz
»You have no idea how much nastier I would be if I was not a Catholic. Without supernatural aid
I would hardly be a human being.«
(Evelyn Waugh)

Diskrete Epiklese

Während der Epiklese (Herabrufung des Heiligen Geistes im Hochgebet) hält der Zelebrant die Hände weit von sich gestreckt über Brot und Wein. Dies ist keine gespreizte Geste feierlicher Manieriertheit. Wenn sich der Geist auf die eucharistischen Gaben herabsenkt, mag er nicht im Wege stehen und wahrt diskreten Abstand zum eigentlichen Geschehen. Er will sich keine individuelle oder gar persönliche Mitwirkung nachsagen lassen. Seine Sorge gilt dem Schutz vor nominalistischer Kontamination des Realen.◄

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Englische Gärten

Lilith Eve: Herbst im Park

Von romantisierten britischen Snobs inszenierter Weltflucht-Fernweh-nur-weg-von-dieser-Händlerinsel-Eskapismus, oder von Englischen Mächten inspirierter Katechismus? – Illusion Arkadiens, oder Allusion des Paradieses? – Herrschaftlicher Selbstbetrug, oder himmlischer Hyperlink?◄

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Sei gerettet, Abendland!

Grablege Karl Martells in St. Denis

Nicht ohne Grund hatte es IHM gefallen, den Leib eines levantinischen Flüchtlingskindes anzunehmen. – »Advent, Advent, die Krippe brennt«, gröhlt eine degenerierte Plebs, die sich in der atheistischen Pegida-Zone zusammengerottet hat. Stammelnde Analalphabeten, die den Genitiv zwischen ihren Beinen vermuten, besorgen das Abendland.

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Unmittelbarbarei

Die 5 Solae

Sola fide: Fixe Idee vom direkten Draht, versessene Recherche des Stalkers nach SEINER Privatnummer, die ängstliche Besorgung geiziger Besserwisser und kreativer Raderfinder gegenüber Public Domain und Open Source. Autarke Selbstversorger, die ehrpusselig ihr dürftiges Taschengeld abzählen, anstatt auf eine Wohlfahrt zu vertrauen, die sich nicht in Werk und Lohn erschöpft.

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Glaube und Wissen

Glauben ist nicht Wissen! – Als ob das nicht einfach schade wäre: Auf äußere Hilfe (Offenbarung – sola gratia) angewiesen, von schmaler Kost (dürftig-heikle Textschnipsel – sola scriptura) verpflegt, sollen wir uns glücklich preisen, mit dem Allernötigsten versorgt, gerade mal so über die Runden zu kommen? – Wie unglaublich geschmacklos!

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Wilde Zivilehe

Bis in die Sechziger erschien uns Katholen die Zivilehe verwerflicher als Konkubinat und »wilde Ehe«. – (Ein köstlicher Beleg für das »Verbrechen der Ziviltrauung« in Hochwürden Don Camillo) – Unter diesem Gesichtspunkt kann ich die ganze Aufregung um die sogenannte »Homo-Ehe« nicht nachvollziehen.

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Opus Dei

Vor allem eine metaphysische Figur führt ins finsterste Herz des Katholizismus: Me, myself and I. – Ein Opus Dei, wie es heißt. Ein trinitarisches sogar.◄

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