Unmittelbarbarei

Die 5 Solae

Die 5 Solae

Sola fide: Fixe Idee vom direkten Draht, versessene Recherche des Stalkers nach SEINER Privatnummer, die ängstliche Besorgung geiziger Besserwisser und kreativer Raderfinder gegenüber Public Domain und Open Source. Autarke Selbstversorger, die ehrpusselig ihr dürftiges Taschengeld abzählen, anstatt auf eine Wohlfahrt zu vertrauen, die sich nicht in Werk und Lohn erschöpft. Pietistische »Alternativlosigkeit«, autistische Selbstversicherung, das totalitäre Misstrauen gegenüber einer pluralistischen Zumutung all der Wege, die nach Rom führen.

Von IHM höchstpersönlich gestiftet, ein Treuhandfonds, versehen mit einer Stammeinlage, dem »depositum fidei«. Alleiniger Stiftungsauftrag ist dessen Werterhalt bei striktem Nullwachstum. Ist am Ende der Zeiten nichts hinzugekommen, ist das Soll erfüllt.

Individuelles Privateigentum (man höre Gollums »Mein Schatz«), oder Partizipation am Vermögen der Generationen, Traditionen, Äonen, dem »Glauben der Kirche«? – Besitzer, oder Mitesser (am Tisch des Herrn) sein wollen? – Welten liegen zwischen diesen beiden Intuitionen, doch ist es dieser egozentrische Gestus der Innerlichkeit, sind es vor allem die distanzlos ichbezüglichen Kirchentagsmanieren der Unmittelbarbaren, die mich kontroverstheologisch auf die Palme bringen.

© 2020 Christoph D. Hoffmann
Bildnachweise
Die 5 »Solae«: Flickr

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