Vortex

»Im Kopf umhergehende Sachen« sind Schuld an meinem primären Nachdenk-Symptom, dem Schwindel und einem, damit einhergehenden, äußerst hibbeligen Verwirbelungsgefühl. Dass banalerweise alles irgendwie mit allem zusammenhängt, ist ja nix Neues. Scheint jedoch das Eine das Andere zu stützen wird man doch sofort misstrauisch?! Nicht skeptisch den wirklichen Dingen und ihren objektiven Zusammenhängen gegenüber. – Man ist ja schließlich Realist! – Wohl aber sich selbst, dem hyperaktiven, fickrigen und zittrigen Mikadospieler gegenüber, der sich ebendiese stabil geordneten Dinge auseinander zu setzen versucht.

Einmal in den Denkvortex geraten, wird alles Ruhende, Schwerwiegende, Gewichtige und vermeintlich Sedimentierte aufgewirbelt, und die Illusion bereits gesicherter Bestände ad absurdum geführt.

Schreiben hilft unbedingt. – Die laufende Zeile als »filum meditandi«, sozusagen. – Aber es schützt keineswegs das Hundertste vor dem Tausendsten.

© 2020 Christoph D. Hoffmann
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