Worth A Click

Worth a click - Auster

Tocotronic

Screenshot: TocotronicDer Jackpot meines Lebens! – Fünfundzwanzig Jahre, zwölf Alben, ungezählte Konzertbesuche, ohne Toco wäre ich ganz bestimmt ein Anderer als ich’s jetzt bin. Lebenslänglich Nachsitzen in der Hamburger Schule: Hier lasse ich mir die Welt erklären. Wer intellektuell aufschließen und meinen Texten folgen möchte, dem sei ein Repetitorium des tocotronischen Gesamtwerks nahegelegt. 

Don Colacho’s Aphorisms

Screenshot: Don Colacho’s AphorismsErlesene High-End-»Sprachblasen« aus dem Premiumsegment.
Brilliante Miniaturen des »reaktionären« Eremiten Nicolás Gómez Dávila stecken eine nonkonformistische Weltsicht ab, die, weit oberhalb vom relativistischen Schund politischer Korrektheit, erfrischend anstößige geistige Unabhängigkeit beweist (Spanisch – Englisch).

Documenta catholica omnia

Screenshot: Documenta catholica omniaAs Time Goes By – Webdesign, so gruselig Retro, dass es fast schon wieder Hip ist. Netscape Navigator 1.0 und Compuserve lassen grüßen. Aber auch inhaltlich heißt es hier back to the roots: »Omnium Paparum, Conciliorum, Ss Patrum, Doctorum Scriptorumque Ecclesiae qui ab Aevo Apostolico ad usque Benedicti XVI Tempora Floruerunt.« Großartige Fundgrube und legale Downloadquelle vom »apostolischen Zeitalter« bis zu den (fast) aktuellen Texten der Lehrtradition.

Fulgura frango

Screenshot - Fulgura frango»4–4–3–3«, wer knackt den Code? Zwei Herzen im Drei-Vierteltakt? Das todsichere Wettsystem? Ein weiterer Apokalypse-Termin im Mayakalender? – Der Appassionato des »Klinggedichts« hat’s sofort gecheckt: es ist das klassische Sonettschema! Doch nicht nur für ihn ist »Fulgura frango« eine verlockende Falle. Das Spinnennetz als Logo mag jedem zur Warnung gereichen. Einmal dort gelandet und man hat sich sogleich in den kunstvollen Knüpfungen der Sonettenkränze verstrickt. Robert Wohllebens liebevoll versponnene, enorm kenntnis- und materialreiche Seite zum »Sonettwesen & anderen Excentricitaeten» wickelt den Besucher ins barocke Gewebe und überlässt ihn der Frage: »Warum es sich immer so leicht machen?«

Zembla

Screenshot - ZemblaEnde 2015 wurde nach 20-jähriger Webpräsenz die Nabokov-Seite der Penn State University Libraries stillgelegt. Die Herkunft aus den Neunzigern kann die nerdige Plattform kaum verbergen. Eigenartig sortierter Forschungswildwuchs von Nabokovians und spinnerte Fundgruben der Nabokophiles. Doch trotz manch erloschenem Link kann der Jäger und Sammler auf diesem kuriosen Flohmarkt immer noch vom Hundertsten ins Tausendste kommen und landet etwa beim Stöbern im Web-Nachlass des großartigen Nabokov-Übersetzers Dieter E. Zimmer.

© 2021 Christoph D. Hoffmann
Bildnachweise
Auster mit Perle: Pixabay | Screenshots der verlinkten Seiten

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