Abspann mit Nachklang

Juanfra Álvarez: Ennio Morricone

Vor ihm galt der Filmkomponist als Klangausstatter und Dienstleister der Filmindustrie. Mit ihm wurde der Film zur Illustration seiner Musik. Der große Ennio Morricone ist Anfang der Woche im Alter von 91 Jahren gestorben. Hegel und CDH erweisen ihre letzte Reverenz.

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Highbrow

Hochnäsiger Hund

Es gibt einen Hochmut, der so weit oben angesiedelt ist, dass die Herablassung, die er entlässt, auf ihrem langen Weg nach unten an Verletzungskraft verliert und den amüsierten Adressaten schließlich so milde trifft, dass eher dessen Humor und Selbstironie angesprochen werden, als dass sein Ehr- und Selbstgefühl konfrontiert würden.

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Tertullians Equilibristik

Equilibristik

Eine proaktive Heilsgewissheit, die vermeint, man habe sein naives Seelenschäfchen bereits im Trockenen, setzt leichtfertig gerade das aufs Spiel, was man bereits sicher und unverlierbar zu besitzen glaubte. Tertullian weiß den Ausweg aus einer beunruhigenden Double-Bind Zwickmühle.

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Derridas Memorial

Arturo Espinosa: Jacques Derrida

»Je pense, donc je sois« – Der cartesianische indicativus absolutus des »Cogito«, Fels der Gewissheit im Zweifelsmeer, erscheint im letzten Abendlicht sozusagen in einer gewissen »Abschattung der Gewissheit«, ohne durch einen »coniunctivus fallibilitatis« korrodiert zu werden. – Derridas geheimnisvolles Abschiedswort schöpft Hoffnung aus der eigenen Fragwürdigkeit.

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Himmelsmächte

Monica Argentina: Romy Schneider

Die hinreißende Schlussszene von Claude Sautets »César et Rosalie« zieht Hoffnung aus einem resignierten Fatalismus. Die Machtlosigkeit angesichts einer ausweglosen Lage eröffnet die Chance zu aussichtsreicher Kapitulation.

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