Fronleichnam

Adolf von Menzel: Fronleichnamsprozession in Hofgastein (1880) – Neue Pinakothek, München.

Ich glaube, spannend ist der prickelnde Augenblick, in dem das Allerheiligste über die Kirchenschwelle hinaus in die ungedeutete Welt getragen wird. Vielleicht wäre es angemessen, für diesen Moment die Augen in frommer Skepsis fest zusammenzukneifen und »wenn das bloß mal gut geht« zu denken …

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Lebensmittelkunde

Kirchenfenster – Brot und Wein

Substantiation statt Transsubstantiation? – Robert Spaemanns Kritik der »Wandlung« bezweifelt den »Produktcharakter« der eucharistischen Gestalten. Spaemann verteidigt die »unabgeleitete Wirklichkeit« des Allerheiligsten mit einer überraschenden Argumentation von auf- und anregender Radikalität.

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Diskrete Epiklese

Während der Epiklese (Herabrufung des Heiligen Geistes im Hochgebet) hält der Zelebrant die Hände weit von sich gestreckt über Brot und Wein. Dies ist keine gespreizte Geste feierlicher Manieriertheit. Wenn sich der Geist auf die eucharistischen Gaben herabsenkt, mag er nicht im Wege stehen und wahrt diskreten Abstand zum eigentlichen Geschehen. Er will sich keine individuelle oder gar persönliche Mitwirkung nachsagen lassen. Seine Sorge gilt dem Schutz vor nominalistischer Kontamination des Realen.◄

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